Liebe Tina, das klingt wirklich anstrengend... 🙁 Meine Hebamme meinte letztens, dass Osteopathen auch superfrüh schon behandeln können – stimmt das, dass die da schon bei so kleinen Babys ran können?
K
K.Schulze·vor 6 Monaten
Hallo Tina, oh man, das tut mir so leid zu lesen. Mir geht es beim Lesen deines Beitrags genauso wie S.Richter, dieses Gefühl der Hilflosigkeit, wenn das Baby so viel schreit und man selbst keinen Rat weiß, das ist wirklich zermürbend. Bei uns war es Ähnlich nach einer langen Geburt, zwar ohne Saugglocke, aber er hat sich immer so überstreckt beim Trinken und kaum Ruhe gefunden. Unsere Kinderärztin hat es auch auf die Koliken geschoben, aber eine Freundin meiner Mutter, die Krankenschwester ist, meinte dann, das könnte auch von der Geburt kommen und wir sollten es mal abklären lassen. Wir sind damals drei Wochen nach der Geburt zum Osteopathen gegangen und es war wirklich erstaunlich, wie sanft und vorsichtig die Therapeutin da vorgegangen ist. Schon nach der ersten Sitzung, wirklich, schon nach der ersten, war die Überstreckung viel besser und er hat auch viel ruhiger getrunken. Mach dir deswegen keine Sorgen, die wissen, wie man mit so kleinen Würmern umgeht.
Tina, das kenne ich nur zu gut, mein zweiter hatte auch so einen Start. Wir waren schon nach 2 Wochen beim Osteopathen, der konnte ihm mit ganz sanften Griffen super helfen. Muss nicht erst später sein, gerade wenn die Geburt so schwierig war. 🙏
S
S.Richter·vor 6 Monaten
Liebe Tina, das hört sich wirklich stressig an, gerade mit der Saugglockengeburt und den Trinkproblemen. Ich kann das gut nachvollziehen. Unser Sohn hatte damals auch eine sehr schnelle Geburt, aber dafür eine ungünstige Lage im Becken. Er hat auch viel geschrien und sich immer nur zu einer Seite gedreht, was das Stillen unheimlich erschwert hat. Die Hebamme hat uns damals den Rat gegeben, es mal bei einer auf Babys spezialisierten Osteopathin zu versuchen. Wir waren mit ihm auch schon nach zwei Wochen dort und die hat mit unglaublich feinen Berührungen gearbeitet, ich war erstaunt, wie sanft das war und wie positiv er darauf reagiert hat. Es geht da ja nicht um große Handgriffe, sondern eher um sanfte Impulse. Danach war er wie ausgewechselt, viel entspannter und das Drehen war auch viel einfacher.
Hallo Tina,
Faszien_junkie, du hast Recht, diese Hilflosigkeit ist wirklich schlimm. Ich frage mich aber, ob es immer die Geburt sein muss, die die Probleme verursacht. Ich hatte bei meiner Tochter eine bilderbuchmäßige Geburt, keine Komplikationen, sie war topfit, hat aber trotzdem immer nur eine Brust richtig genommen und viel geweint. Wir waren da auch beim Osteopathen, und er hat bei ihr tatsächlich Blockaden gefunden, obwohl die Geburt so unauffällig war. Ich bin mir bis heute nicht sicher, wo die herkam. Ob diese späte Behandlung erst nach zwei Monaten wirklich so einen Unterschied macht, wie faszien_junkie berichtet, ist vielleicht auch die Frage. Ich glaube, bei uns hat es geholfen, eher früher zu handeln, aber vielleicht ist es auch die Kombination aus allen Dingen.
Liebe Grüße,
frank_dd
F
faszien_junkie·vor 5 Monaten
Hallo Tina, K.Schulze spricht da einen wichtigen Punkt an, das mit der Hilflosigkeit kenne ich nur zu gut. Bei meiner kleinen Nichte war es ähnlich, auch so ein viel schreiendes Baby nach einer komplikationsreichen Geburt. Ihre Eltern haben erst nach fast zwei Monaten den Weg zum Osteopathen gefunden, weil sie dachten, sie müsse erst etwas älter sein. Dort sagte man ihnen dann, dass es gar nicht zu früh sein kann, gerade nach einer Saugglockengeburt. Ich denke, das "Abwarten", wie deine Kinderärztin es vorschlägt, ist in so einem Fall manchmal kontraproduktiv, weil sich die Spannungen, die durch die Geburt entstehen können, dann nur noch fester setzen. Meine Schwägerin hat nachher gesagt, sie hätte sich gewünscht, sie wäre direkt nach dem Wochenbett mit ihr hingegangen.