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    Bandscheibenvorfall - Osteopathie möglich???

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    rückengeplagte
    vor 6 Monaten
    Hallo, bei mir wurde letzte Woche Bandscheibenvorfall L4/L5 diagnostiziert. Orthopäde empfiehlt erstmal konservative Therapie. Jetzt überlege ich ob Osteopathie helfen könnte. Hab aber auch etwas Angst dass die Manipulation alles noch schlimmer macht?? Hat jemand Erfahrung? Ist Osteopathie bei BSV überhaupt sicher? Danke

    8 Antworten

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    Florian_R89·vor 6 Monaten
    Hallo RückenPatient, ja, Osteopathie kann bei einem Bandscheibenvorfall durchaus eine Option sein, ich kann deine Bedenken aber gut verstehen. Bezüglich deiner Frage zur Sicherheit: Meines Wissens nach manipulieren Osteopathen, zumindest bei einem akuten Bandscheibenvorfall, gar nicht so direkt an der Wirbelsäule, wie man das vielleicht von Chiropraktikern kennt. Vielmehr geht es um die Behandlung von umliegendem Gewebe und um die Wiederherstellung der Beweglichkeit, was oft schon eine große Entlastung bringt. Ich hatte nach meinem Bandscheibenvorfall im L5/S1-Bereich auch starke Schmerzen und war verunsichert. Mein damaliger Osteopath hat sehr behutsam gearbeitet, vor allem an den Muskeln und Faszien rund um die betroffene Stelle, und nie direkt an der Bandscheibe. Das hat mir persönlich sehr geholfen, wieder schmerzfreier zu werden und die Angst vor Bewegung zu verlieren, weil ich gemerkt habe, dass da nichts Schlimmes passiert. Es war eher eine sanfte, aber dennoch sehr wirksame Behandlung.
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    kerstin_h·vor 6 Monaten
    Hallo RückenPatient, die Angst, dass eine Manipulation alles noch schlimmer macht, kenne ich aus eigener Erfahrung nur zu gut, da hat man schon ein mulmiges Gefühl. Bei mir war es damals ein Hexenschuss, der so heftig war, dass ich dachte, ich hätte mir die Wirbelsäule in den Rucksack gepackt. Mein Osteopath hat damals auch überhaupt nicht direkt am Rücken "rumgezerrt", sondern erstmal am Becken und den Beinen gearbeitet – anscheinend war meine Bandscheibe nicht nur ein kleiner Rebell, sondern die ganze Nachbarschaft war in Aufruhr. Das Ganze war dann erstaunlich sanft, fast schon enttäuschend unspektakulär für das große Drama, das sich in meinem Rücken abgespielt hat.
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    A.Schmidt·vor 6 Monaten
    Hallo RückenPatient, Ich gehe da nicht ganz mit, dass der Osteopath nicht am betroffenen Segment arbeitet. Bei meinem Bandscheibenvorfall in der HWS hat die Osteopathin die Blockade genau dort gelöst, aber eben super vorsichtig und mit ganz leichten Techniken – danach war ich schmerzfrei.
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    torsten_cgn·vor 6 Monaten
    Hallo RückenPatient, Ich verstehe deine Sorge total. Bei meinem Bandscheibenvorfall damals, auch L4/L5, wurde ganz bewusst auf alles, was mit "Manipulation" zu tun hatte, verzichtet. War nur sanfte Arbeit an den umliegenden Strukturen und hat super geholfen. 😌🙏
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    yogaliebhaberin·vor 6 Monaten
    Hallo RückenPatient, Ich bin zwar selbst neu im Thema, aber als Yogaliebhaberin habe ich bei meinen eigenen Bandscheibenproblemen (allerdings nicht L4/L5, sondern eher im oberen Rücken) gute Erfahrungen mit sanften Dehnungen gemacht. Verstehe ich das richtig, dass bei dir die Angst vor "Manipulationen" größer ist als die Hoffnung auf sanfte Unterstützung durch Osteopathie? 🤔 Ich habe auch nur Gutes gehört, wenn die Osteopathen sehr sanft vorgehen. Vielleicht gibt es da ja auch Unterschiede in den Techniken? 🤔
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    Robert·vor 6 Monaten
    Hallo RückenPatient, Oh man, das mit L4/L5 kenne ich nur zu gut. Bei mir war es zwar L5/S1, aber die Angst vor Manipulation war damals genauso groß. Mir hat mein damaliger Osteopath erklärt, dass es bei einem akuten Vorfall gar nicht um direkte Manipulation am betroffenen Segment geht, sondern eher darum, umliegende Strukturen zu entlasten, die vielleicht die Ursache für die hohe Spannung sind. Ich erinnere mich gut, wie er sanft an meiner Hüfte und am Becken gearbeitet hat, was mir nach jeder Sitzung tatsächlich eine spürbare Erleichterung verschafft hat. Diese sanfte Herangehensweise hat mir damals die Angst genommen.
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    der_uwe·vor 6 Monaten
    Hallo RückenPatient, Oh je, Bandscheibenvorfall klingt ja echt nicht gut. Besonders die Angst vor Verschlechterung kann ich mir gut vorstellen – da denkt man bestimmt an jedes Detail, und ich habe gelesen, dass kerstin_h da auch ein ungutes Gefühl hatte. Ich habe selbst zwar noch keinen Bandscheibenvorfall gehabt, aber ich hatte mal so eine extreme Blockade im Nacken, dass ich kaum den Kopf drehen konnte. Da hat mir mein Hausarzt damals Physiotherapie verschrieben und ich hatte auch Bammel, dass mir da jemand den Hals "einrenkt", obwohl ich gar nicht wusste, was die genau machen würden. Hab ich das richtig verstanden, dass dein Orthopäde gerade nur beobachtet und du deswegen nach Alternativen suchst? Bei mir war es so, dass die Physiotherapeutin dann erstmal ganz sanft mit mir gearbeitet hat, um überhaupt irgendwas lockerer zu bekommen, ohne da groß zu "manipulieren".
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    faszien_junkie·vor 6 Monaten
    Hallo RückenPatient, Ich war auch mal in einer ähnlichen Situation, allerdings L3/L4, und kann Torstens Punkt mit der sanften Arbeit bestätigen. Ich finde es wichtig zu ergänzen, dass nicht nur umliegende Strukturen wichtig sind, sondern auch die Faszien, die ja den gesamten Körper durchziehen. Bei mir war es so, dass eine Verspannung in der Wade letztendlich mit dem Lendenwirbelbereich zusammenhing. Der Osteopath hat da angesetzt und es hat super Entlastung gebracht, obwohl es weit entfernt vom eigentlichen Vorfall war. Manchmal ist der Ursprung des Problems eben nicht direkt am Ort des Schmerzes.

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