Grenzen & Kontraindikationen

    Wann ist Osteopathie nicht geeignet? Wichtige Informationen für Ihre Sicherheit

    Ostopathie ist eine sichere Therapieform – aber nicht in jeder Situation geeignet. Wie bei jeder Behandlung gibt es Situationen, in denen wir vorsichtig sein müssen oder eine osteopathische Behandlung nicht infrage kommt. Transparenz über diese Grenzen ist Teil einer verantwortungsvollen Praxis.

    Das Wichtigste in Kürze

    Bei akuten Erkrankungen zuerst zum Arzt
    Absolute Kontraindikationen schließen Behandlung aus
    Relative Kontraindikationen erfordern angepasste Techniken
    Osteopathie ersetzt keine ärztliche Behandlung
    Offene Kommunikation über Vorerkrankungen wichtig

    Absolute Kontraindikationen

    Bei folgenden Zuständen sollte keine osteopathische Behandlung erfolgen – oder nur nach ausdrücklicher ärztlicher Freigabe:

    • • Akute schwere Infektionen mit Fieber
    • • Akute Entzündungen (z.B. Blinddarmentzündung)
    • • Frische Frakturen und Verletzungen
    • • Akute Thrombosen und Embolien
    • • Akuter Herzinfarkt oder Schlaganfall
    • • Schwere Osteoporose (bei bestimmten Techniken)
    • • Bösartige Tumorerkrankungen (im betroffenen Bereich)
    • • Offene Wunden im Behandlungsgebiet
    • • Akute psychiatrische Krisen

    Relative Kontraindikationen

    Bei folgenden Zuständen ist eine Behandlung möglich, aber es müssen Techniken angepasst oder bestimmte Bereiche ausgespart werden:

    • • Schwangerschaft (angepasste Techniken möglich)
    • • Blutverdünnende Medikamente
    • • Bekannte Gefäßerkrankungen
    • • Bandscheibenvorfall mit neurologischen Symptomen
    • • Entzündliche Gelenkerkrankungen (z.B. Rheuma) im akuten Schub
    • • Kürzliche Operationen (je nach Bereich)

    In diesen Fällen ist eine sorgfältige Anamnese besonders wichtig. Bitte informieren Sie mich vor der Behandlung über alle relevanten Vorerkrankungen und Medikamente.

    Grenzen der Osteopathie

    Osteopathie ist kein Ersatz für:

    • Ärztliche Diagnose und Behandlung bei ernsthaften Erkrankungen
    • Notfallmedizin bei akuten Zuständen
    • Chirurgische Eingriffe, wenn diese notwendig sind
    • Medikamentöse Therapie bei bestimmten Erkrankungen
    • Psychotherapie bei psychischen Erkrankungen

    Osteopathie kann diese Behandlungen jedoch in vielen Fällen sinnvoll ergänzen – in Absprache mit den behandelnden Ärzten.

    Wann sollten Sie zum Arzt?

    Folgende Warnsignale („Red Flags") erfordern eine ärztliche Abklärung vor einer osteopathischen Behandlung:

    • Plötzliche starke Schmerzen ohne erkennbare Ursache
    • Taubheitsgefühle, Lähmungen oder Schwäche
    • Unerklärlicher Gewichtsverlust
    • Fieber zusammen mit Schmerzen
    • Schmerzen, die nachts zunehmen
    • Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang
    • Bekannte Tumorerkrankung
    Im Zweifel lieber einmal mehr zum Arzt – Sicherheit geht vor.

    Häufige Fragen

    Kann Osteopathie schaden?

    Bei sachgerechter Anwendung unter Beachtung der Kontraindikationen ist Osteopathie eine sehr sichere Therapie. Vorübergehende Reaktionen wie Müdigkeit oder leichter Muskelkater sind normal und kein Zeichen von Schaden.

    Soll ich vor der Behandlung zum Arzt?

    Bei neuen oder unklaren Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll, besonders bei den genannten Warnsignalen. Bei chronischen Beschwerden mit bekannter Ursache ist das nicht unbedingt nötig.

    Medizinischer Hinweis

    Osteopathie ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei ernsthaften Beschwerden konsultieren Sie bitte immer einen Arzt.

    Zuletzt aktualisiert: Januar 2025 •Redaktion: Osteopathie.you Fachteam

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